Saturday, August 05, 2006

Stockholm - ein Anfang mit Hindernissen


Nach einem Fehlstart - resultierend aus missglückter Kommunikation (wie das ja meistens so mit Männern und Frauen ist...) - kamen wir auch noch nach langem Fussmarsch durch halb Stockholm an dieser grandiosen Jugendherberge erschöpft und halbtot an. Sollten wir mit der Titanic untergehen? Aber nein....falsches Boot. *phew*! Unseres war natürlich weitaus besser und abenteuerlicher.



Schon mal so nen genialen Ausblick zum Abendbrot in einer deutschen Jugendherberge genossen??









Tja, und das war unsere weisse, edle Lady bei Stockholm @ night.











Selbst der letzte Matrose an Bord war von ihr hingerissen! Der Apfel übrigens auch... :-)
Zweitinterpretation: Jummy....der Apfel schmeckt himmlisch.





Und Christian sprach:
"Eigentlich schmeckt ja nur die Waffel und ich hab auch ne Lactose-Unverträglichkeit aber was solls. Dieses Eis sieht so köstlich aus."
Die Magenschmerzen danach waren es allemal wert. *hüstel*
Und janna litt - lautstark...

Vaxholm - der Anfang vom Ende...



Stockholm ade. Schären wir kommen. Am Mikrophon ihr Gastreporter Christian. Auf diesem Foto sehen wir einen markanten Teil der Schwedischen Küste: Die winzigste Schäre mit Haus... Die Fahrt nach Vaxholm dauerte an die 2 Stunden und brachte genau das mit sich was wir gehofft hatten: eine ruhige Schippertour zu unserem ersten Ziel.


Der Hafen von Vaxholm ist im Vergleich zu dem was noch kommen sollte sehr zivilisiert. Die von allen anderen heftigst fotographierte Festung fanden wir recht uninteressant. Ansonsten ein kleiner, netter, gemütlicher Hafen.







Nach einer Busfahrt mit Gepäck ins Nirgendwo der Insel sah Janna nur noch so aus. Übermüdet? Bananaman war schon sehr cool... Das Zelt hatte wider Erwarten tatsächlich noch ein Innenzelt, nachdem meine Holde doch befürchtet hatte auf Rasen schlafen zu müssen. :




Ja - eine weitere Macke: Mein Rucksack durfte während dieser Ferien mindestens 30 kostenlose und dafür überdimensionale Zeitungen einpacken. Der Wetterbericht war das Interessanteste, danach war sie nur noch schwer. Ein Gay-Magazin ist inzwischen auch dabei... Wählen Sie jetzt Sveriges Mr . Gay 2006!

Ich fand das angeblich so schnulzige nächste Foto besser, aber das hier hat sich nach keiner Diskussion durchgesetzt. Vom Winde verweht.

Grinda - beliebtes Ausflugsziel der Stockholmer



Verwöhnt wurden wir gleich am ersten Abend mit diesem Sonnenuntergang...









Etwas unromantischer aber doch ziemlich kultig war dann unsere Zähneputzaktion an der einzigen Wasserpumpe auf Grinda. Unser naturbelassenes Badezimmer hielt aber gut her...Der morgendliche Sprung ins Meer musste aber dann doch die Dusche ersetzen. Ice-bathing in the morning....







Für unsere spärlich gefüllte Geldbörse doch etwas zu gross - das Cafe am Hafen...Unser Cafe war das "Handelsbod"....der Tante Emma Laden um die Ecke.
Die Jugendherberge hat hier, wenn auch nicht bewusst, ihre Ressourcen für unser Abendessen zur Verfügung gestellt. Wusstet ihr übrigens, dass Luchs laut Becher (produced in Sweden) auf Deutsch "Luxus" heisst?!


Unser erstes Bad von den Felsen...ziemlich erfrischend!









Die einzigen übergewichtigen Maulesel auf Grinda - wir bilden uns was drauf ein!

Gällnö - Anschluss zur Zivilisation verloren?

Gällnö-Kurztrip ins Nix. Deswegen gibt es hiervon auch keine Fotos. Das einzig Erzählenswerte ist nur der Campingplatz der Insel gewesen - 2,5 km Fusstrott mit insgesamt bestimmt 45kg zusammen aufm Buckel. Aufm halben Wege lächelte uns die Jugendherberge entgegen, wo wir uns eine Karre für unser Gepäck "geborgt" haben.
Als uns die Karre auf schwierigem Gelände unliebsam wurde, musste sie eine Zwangspause im Gebüsch machen. Wir trabten mit unserem Gepäck weiter und kamen zu dem genialsten Campingplatz mit einer Grösse von 10*15 Metern, wo die Wasserpumpe mal wieder unser bester Freund wurde.
Nächster Tag früh morgens: Reissaus. Auf nach Sandhamn.

Sandhamn - Segelmekka

Gastreporter Christian: Ankunft auf Sandhamn, dem Seglerparadies. Mit mehreren Hotels und einer ungewöhnlich hohen Bevölkerungsdichte sowie einem sagenumwogenen Nightlife gehört diese Insel zu den Perlen des Schärengartens. Ohne Unterkunft standen wir ziemlich ratlos da. Wir waren mal wieder die einzigen Trottel mit übergewichtigen Rucksäcken und Tüten in beiden Händen.

Im Ernst: Sandhamn ist schon das Highlight gewesen, weil man das Schweden findet, das man gesucht hat.
So stellt man sich doch Bullerbü vor, oder?





Einmal Kopf drehen bitte. Mit unserer Pension haben wir den Budget-Kracher gelandet. Alles andere ist wahnsinnig teuer. Dafür bekommt man dort wohl auch Betten...






Nach mindestens 10 km latschen zum Strand hat es sich doch gelohnt. Sonst muss man ja überall auf Klippen liegen. Diesmal gab's sogar Sand.
Auf dem Bild ist ein nackter Schweden-Poschi versteckt... Gefunden?






Beim Sonnenuntergang zeigt sich dann der Romatiker. Der weibliche Part ist etwas überrumpelt.








Und genau das passiert, wenn man sich darauf verlässt, dass spät abends um 21:15 Uhr eine Fähre nach Finnhamn fährt, man aber übersehen hat, dass da ein klitzekleines L für "Lördag" aufm Fahrplan steht und Camping verboten ist. Wir lagern also von Fußgängern versteckt am Strand. Besonders gut hab ich nicht geschlafen, Janna war da etwas sorgloser.

Finnhamn - unser nördlichstes Ziel im Schärenarchipelago


Nun zu Finnhamn meine Damen und Herren:
Schwer zu erreichen. Nach unserer abenteuerlichen "Sterne-guck-Nacht" auf Sandhamn schliefen wir erstmal tief und fest in richtigen Betten bei grollendem Donner und platschendem Regen. Wie romantisch...naja, mal wieder zurück zu den Tatsachen.
Hier trafen wir auch "Kri" und die "ich bin ja gar nicht langweilig" Annette aus unserem werten Heimatland, bzw. der Weltstadt Hildesheim. Christian und ich konnten uns nicht so ganz einigen, wie wir die beiden nun einordnen sollten. Aber einig waren wir uns schon irgendwie in einem Punkt: Öko? Pseudoöko? Auf jeden Fall: "a little bit weird". Just a little bit.... Aber wir wollen mal gar nicht wissen wie wir so aussahen. Vielleicht "just a little bit abgewrackt" oder im schlimmsten Fall gar Öko.
Nach 3 Nächten Luxus im leeren 6-Bett Zimmer der Jugendherberge "Utsikten" vertrieb uns der Geldbeutel diesmal auf die Fussballwiese des Lokalvereins, wo wir unsere Plane aufspannten. Inklusive Innenzelt versteht sich.
So gegen 2.30 Uhr wurde unsere friedliche Nachtruhe jedoch irgendwie gestört. Hubschraubergeknatter. Scheinwerfer über unserem Zelt. Wind kommt auf. Die Watte gegen Christians Schnarchen hielt nicht mehr stand. Alieninvasion? Träumten wir? Es war bloss....der Schärenrettungshubschrauber (vermuten wir), der sich 20 Meter neben unserem Zelt niederliess. Hörte sich nach einem Kaffeeplausch in den frühen Morgenstunden an. Nach 30 Minuten sind sie wieder abgedüst und wir Idioten haben natürlich kein Foto gemacht.

Ausblick bei kühlen 20 Grad









Aloha he - keine Cracker und Müsli zum Abendbrot mehr :-)